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Make love not war - ByronBay

So es ist einige Zeit vergangen, seit ich angekündigt habe über ByronBay zu erzählen. Ich bin mittlerweile auch nicht mehr dort sondern einige tausend Kilometer nördlich davon. Habe aber 4 Tage in ByronBay verbracht, die Atmosphäre dort zu schätzen gelernt, also ist es Zeit euch davon zu erzählen.

Es ist einfach alles anders in Byron wenn man aus Brisbane kommt... Es ist ein kleines Dorf aus alten bunten Häusern, kein Haus ist größer als 2 Etagen und an jeder Straßenecke gibt es Livemusik von iwelchen Leuten die grad Bock drauf haben, aber zum Großteil auch wirklich gut sind! Vorfahrt auf der Hauptstraße haben Skateboardfahrer und das ganze Leben spielt sich auf der einen Hauptstraße ab. Da sind sämtliche Bars, die 3 Clubs und jede Menge Surfshops. 3 Clubs in einem Dorf? Jap, Byron Bay ist das Mekka der Surfer, Hippies und Backpacker. Gefühlt machen die zusammen 90% der Bevölkerung aus, sprich junge Leute überall. Dazu ist die ganze Stadt mega entspannt, relaxed und völlig Stressfrei. Angeblich auch nicht ganz Drogenfrei, es fühlt sich iwie an wie aus einer anderen Zeit.

Auf der Busfahrt nach Byron hab ich Yvonne aus Holland kennen gelernt wir sind dann abends noch zum Leuchtturm, der die Stadt überstrahlt gegangen. Mal eben dahingehen, klappte nicht ganz so, de Weg war deutlich länger als vorher gedacht. So gerade noch im Hellen dort angekommen, wurde es verdammt schnell Dunkel und am Horizont über dem Meer haben wir einen unfassbar genialen Mondaufgang gesehen! Zu Beginn war der Mond riesig und tief rot, und je höher der Mond am Himmel stieg, desto kleiner und heller(weißer) wurde er. Zum Abschluss hinterher gabs dann nochn Bierchen nach erfolgreicher Wanderung ohne Taschenlampe zurück. ;-)
Der zweite Tag war ein reiner Organisationstag, lange geschlafen, die nächsten Touren geplant, ein bisschen am Strand gelegen und am Abend mit 2 Iren und nen Londoner unterwegs gewesen.
Tag 3 dagegen war der Perfekte Tag im Paradiese :-) Morgens meine erste Surfstunden gehabt, nach der Sicherheitseinweisung rausgeschwommen, erste Welle angepaddelt, aufgestanden, stehen geblieben und bis zum Strand durchgesurft! Unfassbar geil!! Wenn auch klassisches Anfangerglück ;-) Die nächste halbe Stunde war weniger erfolgreich, bevor es dann besser wurde und ich den dreh etwas raushatte. Am Ende hab ich so 8-10 Wellen am ersten Tag richtig bekommen und sofort für den nächsten Tag ne weitere Stunde gebucht. Nach dem Surfen gings an den Strand, dort dann Beachvolleyball bis abends gezockt, beim Abendessen coole Leute im Hostel kennen gelernt, mit denen paar Bierchen getrunken und dann mitm Shuttlebus innen Club und dort bis 2 Uhr gefeiert. Überragender Tag!!
Am nächsten morgen, wieder surfen gewesen. Wenn gleich das ziemlich hart war, ich ein wenig bereut habe mich am Tag zuvor nach dem surfen nicht ausgeruht zu haben und ich danach völlig beendet war! Aber es war einfach wieder geil! :D

Mir gehts super und Hippizone ByronBay ist definitiv immer eine Reise wert! Von Byron Bay aus gehts dann immer Richtung Norden die Küste entlang! Mehr dazu in Kürze!

Liebe Grüße,
Euer Flo :-)

1 Kommentar 26.3.14 16:33, kommentieren

Rot und Grün

Rot und Grün. Mit diesen zwei Worten lässt sich meine Zeit seit Melbourne und dem letzten Eintrag zusammenfassen.

Mich zog es also ins Outback, ins Red Center Australiens. Der erste Eindruck von Alice Springs? Ganz schön grün da...
Meine Vorstellung vom Outback war eine große rote Wüste, das kann ich jedoch so nicht stehen lassen. Es ist eine riesige rote Wüste mit verdammt vielen Pflanzen. Jaa es gibt auch Sanddünen usw. Um Alice Springs und den Uluru jedoch ist iwie alles verdammt grün.
Von Alice aus hatte ich eine 3 Tage Outbacktour gebucht. Lustige Truppe! 4 coole Engländerinnen, 4 deutsche Mädels(2 verrückte Abiturienten, 2BDKJler aus Dortmund), 2 sympatische Norwegerinnen, eine schüchterne aber nette Französin(Die erste sympathische Französin die ich je kennen gelernt habe...), ein lustiger Schweizer (Armando), Stevo unser Aussie Guide und ich. Alle zwischen 19-25 Jahren alt. Und es war unglaublich lustig mit denen :D Ein wenig Ferienlager Stimmung ;-)

Wer nun glaubt, man fährt mal eben von Alice Springs zum Ayers Rock... Nicht ganz... Es ist zwar die nächst größere stadt (25.000 Einwohner - damit zweit größte Stadt im Northern Terretorry), aber dennoch ein kleiner 500 km trip bis dahin. Nunja was gibt es auf diesen 500km? Eigentlich nicht viel, eine Kamelfarm, eine Tankstelle, eine Aussichtsplattform, eine Raststätte und achja zwei! Straßenkreuzungen. Ansonsten eine ewige rote - mit vielen grünen Büschen, Bäumen und Gräsern gespickte - Wüste.
Zunächst ging es zum Aboriginal Culture Center am Uluru und dann zum Berg selber. Eine Runde drumherum und zurück zum Campingplatz von wo aus es den Sonnenuntergang am Uluru zu sehen gab. Fazit zum Uluru(Name der Aboriginies für Ayers Rock) beeindruckend, nicht überwältigend, man lernt jedoch die Kultur der Aboriginies ein wenig kennen und es ist ein cooler Anblick dieser Berg in mitten vom Nichts.
Nach einer kurzen Nacht im Swag(Australischer Schlafsack) unterm Sternenhimmel gings dann um 4.30 Uhr weiter. Frühstück: Toast mit Veggiemite... Ekelhaft! Ich greif dann doch lieber zur Marmelade... Sonnenaufgang bei Kata Tjuta mit Blick zum Uluru, sieht verdammt geil aus! Ein wenig die Stimmung wie in König der Löwen. Kata Tjuta(deutsch: viele Köpfe) ist eine Formation von vielen riesigen Felsbrocken uns ist für die Aboriginies ein heiliger Platz für Männer. Durch die roten Felsen führt eine kleine Trekkingroute, auf der man wahnsinnige Ausblicke auf die grünen Täler zwischen den Felsen in der Umgebung hat. Um die Dimension der Felsen vllt mal klar zu stellen, diese Felsen sind größer und beeindruckender als der Ayers Rock, nur nicht so berühmt.
Tag 3 führte uns dann zum Kings Canyon, mein absolutes Highlight im Outback. Ein Canyon, mit massiven roten Steinformationen, auf den Kämmen des Canyons und drumherum im Vergleich nur geringfügig bis gar nicht von Pflanzen bewachsen und spektakulären Ausblicken. Dazu mit Stevo einen Guide der zu jeder Pflanze, die Verwendung der Aboriginies kennt, zu jedem Tier ne Geschichte hat und sein Outback unfassbar liebt. Nach der Hälfte der 6 km Trekkingtour, erscheint dann in der Mitte des Canyons eine grüne Oase, Wasser, Regenwald, der "Garden of Eden". Der Abstieg dahin ist bei knallenden 40 Grad eine willkommene schattige Abwechslung. Ansonsten immer wieder steile Abgründe, mit überwältigenden Ausblicken.
Den Abend zurück nach Alice Springs, ein wenig im Hostel ausgeruht und dann mit allen Leuten von der Tour inne Bar. Verdammt Lustig gewesen, Engländer sind was Trinklieder angeht uns doch iwie überlegen und unser Australier (Stevo) konnte da nochmal einen draufsetzen:

"He's an Aussie he's true blue,
he's a pisspot through and through,
he's a Bastard so they tell,
tried to get to heaven but he went the other way,
he went down, down, down, down..."

Alles in allem ein durchweg genialer Trip, sehenswerte Landschaften, gute Unterhaltungen, viel gelernt und vorallen geniale Leute getroffen.

Am kommenden Tag gings dann nach 5 Tagen im Outback nach Brisbane. Armando saß im gleichen Flieger, kam mit ins gleiche Hostel und so haben wir uns dann noch 2 Tage zusammen Brisbane angeschaut. Brisbane? Verdammt grün überall, grün, grün, grün sind alle meine Kleider... Happy St. Patricks Day!! Man hat das Gefühl es gibt in Brisbane nur Iren und Irish Pubs, aber die Stimmung war überragend. Denn wer wenn nicht die Iren versteht was von Stimmung machen.
Brisbane selber? Ganz nett, mit der Fähre mal ubern Fluss fahren lohnt sich und einmal durchs CBD laufen dann wars das aber auch. Im Coala sanctuary kann man dann noch mal alle australischen Tiere anschaun, abends dann mit nen ami, 3 Koreanern 3 deutschen und Armando noch was trinken und St.Patricks feiern gewesen und dann haben 2 Tage in Brisbane auch gereicht.
Vllt noch ein Wort zum Ami... 25jahre alt, ex US-Marine, Sniper im Irakkrieg, 3 Menschen getötet. Komisches Gefühl so jemanden zu treffen. Eigentlich ein total netter kerl, bisschen introvertiert aber trotzdem komisch mit jemanden unterwegs zu sein der andere Menschen auf dem Gewissen hat... Oder war es nur ein Befehl? Notwehr? Beinem Sniper, kaum vorstellbar, Keine Ahnung...

Ich bin nun gestern in Byron Bay angekommen, aber das ist wann anders ne eigene Story wert...
Hier ist es einfach krass...
Ich sag nur soviel, eine andere Welt, eine friedliche Welt :-)

Peace out, euer Flo

19.3.14 02:21, kommentieren